10 Tipps für Deine Tour

Hier findest Du 10 Tipps, die Dir als kleine Hilfe bei der Vorbereitung Deiner Tour oder Reise dienen können. Sehe dies als kleine Übersicht und nicht als detaillierte Auflistung aller notwendigen Vorbereitungen. Die Angaben beruhen dabei auf eigene Erfahrungen und je nach Bedarf kannst Du sie natürlich abändern. Speziell für die Ausrüstung findest Du unter "Checklisten" noch weitere Infos.

 

1. Vorbereitung / Planung

Sowohl körperlich als auch organisatorisch sind vor einer Tour (egal ob Trekking oder Reise) gewisse Vorbereitungen notwendig. Informationen zum gewählten Tourenziel erhält man einerseits aus diverser Literatur, aus dem Internet und natürlich direkt von Personen, die das Reise- oder Tourenziel bereits besucht haben. Achte dabei immer auf Aktualität, Seriosität und wichtige Tipps. Eventuelle Genehmigungen, Reservierungen und Versicherungen sollten rechtzeitig beantragt werden. Sind Impfungen oder spezielle Medikamente für das Reiseziel vorgeschrieben, müssen auch hier früh genug Maßnahmen getroffen werden. Bei Reisen mit dem eigenen Fahrzeug, sollte eine technische Überprüfung des Automobils vor der Abreise erfolgen. Ein aktueller Reiseführer und Kartenmaterial gehören zur Grundausstattung ebenso GPS-Daten wenn möglich bzw. notwendig. Bargeld (passende Währung), Kreditkarten, Reisepass, eventuell Visum sind wichtige Positionen auf der Checkliste.

Nimm Dir genug Zeit um Deine Tour bzw. Reise zu planen und achte dabei auf ein verträgliches Maß an Tageszielen. Pausen und Ruhezeiten sind ebenso wichtig wie auch eine Reserve für unvorhersehbare Ereignisse (Panne, Verletzung, Wetter). Bei aller Planung bleib aber trotzdem flexibel, für den Fall, dass sich ein Etappenziel nicht oder erst später erreichen lässt. Auch körperlich solltest Du Dich, speziell für Wanderungen und Touren im Gebirge, vorbereiten. 

2. Ausrüstung / Bekleidung

Eine gute Ausrüstung ist für alle Reisen und Touren wichtig. Speziell bei Wanderungen achte auf gutes und funktionelles Schuhwerk - Turnschuhe sind keine Wanderschuhe! Kompetente Beratung gibt´s im Fachhandel. Auch die Bekleidung spielt eine große Rolle und sollte den verschiedenen Witterungsverhältnissen angepasst sein. Regenschutz und wärmende Kleidung, am besten in mehreren Schichten übereinander getragen (Zwiebelprinzip), bieten optimale Voraussetzungen für viele Wetterlagen. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille sollten ebenfalls zur Standardausrüstung zählen!

Technisches Equipment muss je nach Anforderung individuell gewählt werden. Dies fängt an bei Schutzausrüstung (Helm, Steigeisen, usw.) bis hin zum Zelt und Schlafsack. Klassiker wie Taschenmesser, Taschenlampe, Erste-Hilfe-Utensilien, usw. sollten immer dabei sein, egal wie kurz oder lange die Tour dauert. Wenn mit einem Fahrzeug gereist wird, sollte dies nur gut geprüft und in technisch einwandfreiem Zustand erfolgen. Überprüfungen erledigen der Händler Deines Vertrauens oder auch die meisten Automobilklubs. Bei längeren Reisen sollte man aber auch selbst über etwas Geschick und technische Verständnis verfügen, um kleine Reparaturen selbst durchführen zu können.

3. Notfall / Erste Hilfe

Die Sicherheit von Personen, sowohl die eigene als auch die von anderen, sollte immer im Vordergrund stehen. Bei einer Verletzung, Unfall oder Krankheit ist es wichtig Erste-Hilfe-Maßnahmen richtig und rechtzeitig durchzuführen. Eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten und natürlich eine Erste-Hilfe-Ausrüstung sind hierbei unentbehrlich. Grundkenntnisse für den Notfall sollten vorhanden sein, bei allen Beteiligten! Informiere Dich auch über Notrufnummern im Reisegebiet.

4. Unterkunft / Reservierung

Sowohl für Hütten, Hotels, Pensionen als auch für Campingplatze gilt: Rechtzeitig reservieren! Speziell in den Hochsaisonen sind Übernachtungsplätze Mangelware. Schutzhütten besitzen oft nur eine sehr begrenzte Bettenanzahl und sollten früh genug gecheckt werden. Frage auch nach Ermäßigungen, die oftmals als Mitglied bei Automobilklubs (Camping) bzw. Alpenvereine (Schutzhütten) gewährt werden.

5. Reise- Toureneinteilung

Egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrzeug, gönn Dir und Deinen Mitreisenden regelmäßig (alle 2 Stunden) eine Pause. Nicht nur zur Erholung auch für den Genuss einer Reise ist das wichtig. Außerdem muss ja auch auf die Ernährung geachtet werden, speziell der Flüssigkeitsbedarf wird oft unterschätzt! Eine kleine Mahlzeit zwischendurch und etwas Entspannung steigert die Leistung und hält fit. Achte daher bei der Tourenplanung auf genügen Reserve für solche Ruhezeiten. Bei längeren Touren ist es zweckmäßig auch mal einen Tag zu pausieren um wieder Energien zu sammeln. Denke auch an unvorhersehbare Ereignisse (Panne, Verletzung, Wetter, Verkehr) die eventuell Deinen Zeitplan beeinflussen können. Speziell bei Reisen mit dem Fahrzeug solltest Du genügend Reserve mit einplanen (10min/gefahrene Stunde).

6. Gefahren / Risken

Gewisse Gefahren und Risken am geplanten Reiseziel können bereits vorab recherchiert  werden. Das trifft einerseits auf vom Menschen verursachte Gefahren (Terror, Krieg, Kriminalität) aber auch auf Gefahren durch die Natur (Lawinen, Vulkane, Erdbeben, Tiere, Krankheiten) zu. Deshalb sollte auch diesem Thema genügend Zeit gewidmet werden um nicht später eine böse Überraschung zu erhalten. Vor Ort und speziell bei Outdoor-Tätigkeiten, gilt ebenfalls das Prinzip der rechtzeitigen Erkundung. Über Wetterlagen, Lawinenwarnungen, Steinschlaggefahr, usw. informieren aktuelle Tageszeitungen, Tourismusinformationen, Hüttenwarte und natürlich das Internet. Sicherheit geht immer vor!

7. Verpflegung / Getränke

Gerade bei Wanderungen wird der notwenige Flüssigkeitsbedarf unterschätzt. Im Schnitt sollte für jede gegangene Stunde, 1l Flüssigkeit zugeführt werden. Um den Energiebedarf zu decken, empfehlen sich zwischendurch ein Müsliriegel und Obst, bei längeren Pausen oder am Abend kann es dann ruhig auch mal etwas deftiger zugehen (Suppe, Eintopf, Fleisch, Speck, usw.).

8. Umweltschutz

Sobald man sich in der freien Natur aufhält, ist es weder notwendig Müll zu hinterlassen noch übermäßig Lärm zu verursachen. Rast- und Übernachtungsplätze sollen so verlassen werden, wie Du sie angetroffen hast. Gehe nicht abseits der markierten Wege, pflücke keine Blumen und Feuerholz muss nicht von gesunden Bäumen geschnitten werden. Schließlich möchte keiner über den Abfall der anderen stolpern und eine intakte, unberührte Natur ist für die meisten auch Hauptgrund sich im Freien aufzuhalten.

9. Lager/Übernachtung

Sollte geplant werden in der freien Natur zu übernachten, gilt es einen geeigneten Lagerplatz zu suchen. Sowohl in Bezug auf Gefahren (Blitzschlag, Wind, Lawinen, Steinschlag, Hochwasser) als auch auf Zweckmäßigkeit (Untergrund, Feuerholz, Wasser) muss geachtet werden. Vorhandene Feuerstellen sollten nach Möglichkeit weitergenutzt werden. Vor exponierten Stellen ist zu warnen, zu groß wären die Gefahren und das Risiko durch einen Wetterumschwung. Auch zu nahe an einem Fluss- oder Seeufer zu campieren, könnte gefährlich sein (Hochwasser). Wähle in Ruhe und wäge die einzelnen Vor- und Nachteile ab. Für das „Stille Örtchen“ einen Platz zu finden, sollte in der Natur normalerweise auch kein Problem darstellen, jedoch empfiehlt es sich seine „Rückstände“ im Erdreich zu vergraben. Lebensmittel sollten wasser- und luftdicht verpackt werden, da sonst auch ungewollte Gäste (Tiere) auf Besuch kommen könnten. Feuerstellen mit Steinen einfassen oder in einer Erdmulde anlegen und vor dem Verlassen löschen (Wasser, Sand). Nie Feuer im Wald, bei großer Trockenheit oder bei zu starkem Wind entzünden, die Brandgefahr wäre zu hoch (Funkenflug). Verlasse Deinen Lagerplatz immer in sauberen Zustand, markiere Ihn wenn möglich in Deiner Karte oder speichere/notiere die Koordinatenpunkte für zukünftige Touren.

10. Genuss

Das sollte wohl einer der Hauptgründe sein, eine Reise zu machen. Trotzdem wird oft darauf vergessen oder zu wenig darauf geachtet. Nimm Dir Zeit möglichst viel auf deiner Reise oder Tour aufzunehmen. Halte inne, setz Dicht kurz mal hin, bleib mal stehen. Schöpfe Energie aus dem was Dir die Natur bieten kann. Mache Fotos, schreibe für jeden Tag ein paar Zeilen. Versuche auch auf Personen zuzugehen, vielleicht erfährst Du mehr über das bereiste Land oder Gebiet. Sei offen und freundlich, sehe Dich aber immer als Gast und nie als besser wissender Tourist. Alle Eindrücke einer Reise sind wichtig, genieße dies auch nach Deiner Rückkehr.

 

Alle Angaben beruhen auf eigene Erfahrungen und sind ohne Gewähr!